Nach wie vor kriege ich immer wieder Anfragen, die sich um das Content-Managment-Systm (CMS) PHPNuke handeln. Jedoch habe ich mich schon vor langer Zeit, auch wenn jooon.de noch mit PHPNuke läuft, von diesem CMS verabschiedet. Die Entwicklung von PHPNuke riss immer wieder neue Kritikpunkte auf so dass ich mich immer mehr mit anderen CMS beschäftigt habe. Nach Sichtung vieler verschiedener Systeme bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es 3 Systeme gibt, mit denen man sich auf jeden Fall einmal beschäftigen sollte...

  1. Typo 3 (ECMS)
  2. Mambo/Joomla!
  3. Drupal

Typo3

Typo3 ist ein Enterprise-CMS (ECMS) und ist das mächtigste CMS unter den Open-Source CMS. Mit Hilfe des Extensionsmanager kann Typo3 schnell um viele Funktionen erweitert werden. Neu in der Version 4 ist nun der Workspace-Manager, der eine Livesite und beliebig viele Arbeitsumgebungen ermöglicht. So ist es möglich an der Seite zu arbeiten ohne dass ö√énderungen direkt auf der Seite veröffentlicht werden. Auch die alte √á∆íÀÜ?‚Äî?‚Ñ¢indexed_search√á∆íÀÜ?‚Äîö wurde durch eine indizierende Suchfunktion ersetzt. Nun ist es möglich durch CRON-Jobs die Seite in vorgegebenen Intervallen zu indexieren. Ein groö‚à´er Vorteil von Typo3 ist es in einer Installationen mehrere eigenständige Internetseite aufzubauen. So ist es möglich immer wieder neue Rootlevel zu setzen und eigene Templates zuzuweisen. Ebenfalls in der Grundinstallation von Typo3 ist ein √á∆íÀÜ?‚Äî?‚Ñ¢DAM√á∆íÀÜ?‚Äîö-System (Digital Asset Managment) integriert, welches einem bei der Verwaltung groö‚à´er Mengen an Mediadateien hilft. Verschiedene Tutorials im Internet helfen einem bei den ersten Schritten. Typo3 ist also eher etwas für Firmenseiten, die ein leistungsfähiges System brauchen, was nahezu alles ermöglicht. Die Kehrseite der Medaille ist, dass Typo3 sehr komplex ist und es eine lange Einarbeitungszeit voraussetzt. Ist Typo3 erst einmal verstanden gibt es fast keine Grenzen mehr.

Mambo/Joomla!

Joomla! ist ein aus Mambo weiter entwickeltes CMS. Nach einem Streit mit der Mambo Foundation ist das Entwickler-Team geschlossen Abgezogen und hat das Open-Source-Projekt Joomla! gegründet. Um Verwirrungen auszuschließen wurde Joomla! mit der Version 1.0 gestartet.

Joomla! ist ein sehr schnell zu verstehendes System und wenn es einmal installiert ist, kann es komplett über das Backend verwaltet werden. ö?ber die √á∆íÀÜ?‚Äî?‚Ñ¢Insaller√á∆íÀÜ?‚Äîö im Backend kann man durch Angabe von .zip-Dateien ganz einfach neue Mambots, Templates oder auch neue Komponenten installiert werden.

Mit Joomla! Ist es möglich beliebig viele Artikelsektionen erstellen, welche wiederum um eigene Kategorien erweitert werden können. So kann man innerhalb einer Joomla!- Installation mehrere eigenständige Artikelbereiche erstellen.

Joomla! ist wohl die beste Wahl für private Internetseiten, da es einerseits eine groö‚à´e Bandbreite an kostenlosen Erweiterungen und Templates im Internet anbietet.

Auf der anderen Seite ist das Rechtesystem eher mangelhaft. Im Gegensatz zu Typo 3 und Drupal hat Joomla! nur drei vordefinierte Rollen.

Drupal

Drupal zielt mit seinem ausgeklügelten Rechtesystem auf Communitys mit verschiedenen Usern ab. Es können mit Drupal beliebig viele Rechte erzeugt werden, denen man wiederum frei Rollen zuweisen kann.

Drupal hat von sich aus viele Funktionen (Module), die die Interaktion ermöglichen. Kommentarfunktionen und ein Forumsystem sind in der Grundinstallation vorhanden. Drupal bietet die Möglichkeit neben der eigenen Benutzerverwaltung sich an einen LDAP-Servers anzubinden.

Drupal ist sehr Modular aufgebaut und von Haus aus sehr schlank. Neben den Möglichkeit html in Artikeln zu nutzen kann man auch PHP integrieren. Mit dem Modul √á∆íÀÜ?‚Äî?‚Ñ¢aggregator√á∆íÀÜ?‚Äîö können RSS-Feeds definiert werden. Wenn man aber nun denkt, dass Drupal ein kleines eher unbrauchbares CMS ist, der täuscht. Mit Drupal wurden Internetseiten, wie zum Beispiel Greenpeace.org erstellt. (Greenpeace.de wurde mit Typo3 umgesetzt.)

Schlusswort

Einerseits hoffe ich, dass ich dazu anregen konnte mal die drei Systeme anzuschauen und nicht auf PHPNuke hängen zu bleiben. Diesen Artikel werde ich in den kommenden Tagen noch einmal erweitern und bekannte Referenzen der 3 Systeme angeben.